Fruchtnektar von van Nahmen, samtig und sortenrein
Nektar von van Nahmen ist sortenreiner Fruchtnektar aus Früchten, welche pur zu herb oder zu dicht wären: Rhabarber, Quitte, Aprikose und weißer Pfirsich. Vier Sorten, gekeltert in Hamminkeln am Niederrhein – samtig im Glas, mit hohen Fruchtanteilen von 45 bis 85 Prozent.
Nektar ist die Antwort auf eine einfache Frage: Was tun mit Früchten, welche zu schön sind, um sie liegen zu lassen, und zu herb, um sie pur zu trinken? Eine Quitte ist roh steinhart, Rhabarber sauer, ein Pfirsich zu dicht zum Pressen. Van Nahmen gibt ihnen etwas Wasser und wenig Süße – und lässt sie ansonsten ganz sie selbst sein.
Vier Sorten, vom Frühling bis zum Herbst
Jeder Nektar hat seine Jahreszeit, und alle vier tragen den Namen ihrer Frucht.
Der Rhabarbernektar eröffnet das Jahr – zartrosa, mild, aus den Niederrhein-Sorten The Sutton und Frambozen, mit 70% Direktsaft. Im Sommer folgt der Weiße Pfirsich Nektar aus vollreif gepflückten Früchten der Emilia-Romagna, die Grundlage jedes guten Bellini.
Dazu kommt der Aprikosen Nektar aus der raren Sorte Orangé de Provence, orangegold und samtig-dicht. Und im Herbst schließlich die Konstantinopeler Apfelquitte mit 85% Fruchtanteil – eine Quittensorte, welche schon in der Antike kultiviert wurde und heute auf niederrheinischen Streuobstwiesen wächst.
Warum diese Früchte Nektar werden
Die Antwort steckt in der Frucht selbst.
Ein Apfel gibt seinen Saft bereitwillig her, eine Quitte dagegen bleibt hart und pelzig, Rhabarber liefert eine Säure, welche pur die Zähne stumpf macht, und Steinobst wie Pfirsich oder Aprikose ergibt beim Pressen eher Mus als Saft. Solche Früchte werden passiert, mit Wasser gestreckt und leicht gesüßt – erst dann geben sie ihr Aroma frei.
Der Fruchtanteil verrät, wie ernst es eine Kelterei damit meint: Das Gesetz erlaubt bei Nektar 25 bis 50 Prozent, van Nahmen liegt mit 45 bis 85 Prozent durchweg im oberen Bereich. Wer lieber pur trinkt, findet bei den van Nahmen Säften die Direktsäfte.
Und die Süße? Die bleibt sparsam dosiert – gerade genug, um die Säure zu runden, damit die Frucht die Hauptrolle behält. Beim Rhabarber wird das besonders deutlich: Er zeigt eine ausgewogene Frucht ohne Säurespitze, dazu eine leichte Cremigkeit, welche ihn von selbstgemachtem Rhabarbersaft unterscheidet.
Seltene Sorten, welche kaum jemand mehr anbaut
Drei der vier Nektare stammen aus Sorten, die man im Handel lange suchen muss.
Die Orangé de Provence gilt als zu empfindlich und ertragsarm für den modernen Plantagenanbau, weiße Pfirsiche sind zu zart für lange Transportwege, und die Konstantinopeler Apfelquitte wächst nur noch auf alten Beständen, manche Bäume seit 60 Jahren. Van Nahmen keltert sie trotzdem – sortenrein und mit Geduld.
Peter van Nahmen führt die Kelterei seit 2005 in vierter Generation, gegründet wurde sie 1917. Für den Erhalt der Streuobstwiesen zahlt das Haus seit 1994 gemeinsam mit dem NABU einen Aufpreis an die Obstbauern. So bleibt Sortenvielfalt lebendig, Flasche für Flasche.
Der Aufwand zeigt sich am Erntetag: Weiße Pfirsiche werden in der Emilia-Romagna von Hand und in mehreren Durchgängen gepflückt, damit nur vollreife Früchte in die Presse kommen. Je reifer die Frucht geerntet wird, desto intensiver duftet später der Nektar – eine Rechnung, welche jede einzelne Flasche bestätigt.
Vom Frühstück bis in die Bar
Nektare sind vielseitiger, als ihr braver Ruf vermuten lässt.
Serviere sie gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad, gern im Weißweinglas. Der Aprikosen Nektar gehört zum Sonntagsfrühstück, der Rhabarber zum Muttertagsbrunch, die Apfelquitte zur Käseplatte. Im Sektglas werden alle vier zum Apéro – mit Schaumwein, mit einem Frucht-Secco oder schlicht mit Sprudel.
In der Bar zeigen sie ihre zweite Seite: Der weiße Pfirsich ist die Seele des Bellini, die Aprikose trägt jeden Sour, und der Rhabarber wird mit Limette und Minze zur alkoholfreien Mule. Wer es teeherb mag, schaut bei den Sparkling Juicy Teas vorbei.
Frucht mit Charakter im Glas
Die Kelterei am Niederrhein wird von der Spitzengastronomie geschätzt.
Sterneköche wie Tim Raue und Joachim Wissler schenken van-Nahmen-Getränke glasweise zum Menü aus. 2025 zeichnete die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft die Kelterei mit dem Bundesehrenpreis für Fruchtgetränke aus – nachzulesen in der Preisträgerliste der DLG.
Mehr über die Familie und ihr ganzes Sortiment liest du im Hersteller-Portrait von van Nahmen. Such dir die Frucht, welche zu deiner Jahreszeit passt – und lass dich überraschen, wie viel Charakter in einem Nektar wohnen kann.