Tartine La Magnifigue aus dem Languedoc
Die Tartine La Magnifigue von Rue Traversette ist ein vegetarischer Brotaufstrich aus 16 Zutaten, von sonnengereifter Tomate über Feige und Karotte bis Kurkuma. Fruchtig-würzig und golden, einer der Bestseller aus Stéphanes Conserverie im Languedoc, und einer, dem man schwer widersteht.
Tartine La Magnifigue von Rue Traversette ist ein fruchtig-würziger Brotaufstrich, in dem sich Tomate, Gurke, Zwiebel und Karotte mit Feige, Apfel und einer Prise Kurkuma treffen. Gut ein Dutzend Gemüse und Früchte stecken im Glas, darunter 5 Prozent Feigen für die Süße. Der Name ist ein Wortspiel: aus magnifique, der Prächtigen, und figue, der Feige, wird La Magnifigue.
Fruchtig-süß mit einer würzigen Kante
Im Glas leuchtet die Tartine La Magnifigue goldgelb, die Kurkuma gibt die Farbe. Sie duftet nach reifer Tomate, süßer Feige und einem Hauch Gewürz, eher Kompott als Ketchup, und macht schon beim Öffnen Appetit. Die Textur ist stückig, du erkennst Gemüse und Frucht noch einzeln.
Auf dem Brot schmeckst du zuerst die Frucht von Tomate, Feige und Apfel, dann kommen Zwiebel, Knoblauch und eine Spur Kümmel dazu, die alles herzhaft erden. Fruchtig, würzig, saftig, mit einer feinen Süße, die nie kippt. Ein Aufstrich mit vielen Stimmen, die zusammen einen Chor ergeben, keine davon zu laut.
Aufs Brot, zu Fisch und zu Gegrilltem
Als vegetarischer Brotaufstrich reiht sich die Tartine La Magnifigue unter unsere Gemüseaufstriche und Cremes und macht auf jeder Scheibe Brot eine gute Figur, gern mit ein paar Tomaten- oder Gurkenscheiben obendrauf. So wird aus einer Stulle in Minuten ein kleines Apéro.
Mit ihrer fruchtigen Süße passt sie zu gebratenem Fisch und zu Sardinen aus der Dose, zu gegrilltem Geflügel und Fleisch ebenso. Ein Löffel zu Pasta, Reis oder Kartoffeln bringt Frucht ins Spiel. Neben der herzhaften schwarzen Olivencreme auf dem Apéro-Brett ist sie die fruchtige, helle Stimme. Ein paar Rucolablätter darüber, und es sieht aus wie im Bistro.
Wenn Gäste kommen, streich sie auf geröstetes Baguette, leg eine halbe frische Feige oder einen Hauch Ziegenkäse darauf, und du hast einen Apéro-Happen, der nach Süden schmeckt.
Eine Feige, die sich in den Namen geschmuggelt hat
Getroffen haben wir Stéphane vor über 15 Jahren, seine Tartine La Magnifigue kocht er in Saint-André-de-Sangonis im Languedoc, wo Rue Traversette seit 2005 zu Hause ist.
Der Name ist typisch für ihn. Magnifique heißt prächtig, figue heißt Feige, und weil rund 5 Prozent Feigen im Glas stecken, wurde aus beidem La Magnifigue, mit einem g in der Mitte, das jeder Rechtschreibprüfung widerspricht und genau deshalb dort steht. Solche Wortspiele sammelt Stéphane seit 2011 in seiner Reihe L'esprit franchouillard, für die er sich jedes Jahr neue Namen ausdenkt. Früher lief dieselbe Mischung unter dem Namen la méchante, die Fiese.
Angefangen hat er 2005 in der Rue de la Traversette im Dorf Saint-Pons-de-Mauchiens, jener Straße, die der Marke bis heute den Namen gibt. Zuvor verkaufte er Korken an die Winzer der Gegend, und aus dem Handel mit Verpackung wurde ein Handwerk. Aus der winzigen Werkstatt der Anfänge ist längst eine 2015 gebaute Conserverie geworden, in der ein kleines Team weiter in Kesseln kocht. Im Juni 2026 zeichnete ihn die Handwerkskammer Hérault als Entrepreneur responsable aus.
Genusstipp
Zimmerwarm schmeckt die Tartine La Magnifigue runder und fruchtiger als direkt aus der Kälte, hol das Glas also rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Nach dem Öffnen stellst du es kühl und brauchst es in ein paar Tagen auf. Zu einem Glas Rosé oder einem trockenen Weißwein aus dem Languedoc ist sie ein schöner Auftakt. Wer den fruchtig-würzigen Ton mag, probiert sich durch die weiteren Tartines von Rue Traversette, von en Provence bis au Pays Basque.