Bacanha Sirup aus Paris mit Aromen aus Grasse
Bacanha ist eine Sirup-Manufaktur aus dem Raum Paris, gegründet 2013 von Allan Barbosa Ferreira und Maxime David. Ihre Reihe heißt Sirop Brut und lebt von kurzen Zutatenlisten, brasilianischem Bio-Rohrzucker und Aromen aus Grasse. Über 45 Sorten gibt es, 25 davon führen wir.
Bacanha Sirup steht für französische Sirupe mit einer Zutatenliste, die in eine Zeile passt. Die Manufaktur sitzt in Saint-Soupplets, gut 40 Kilometer nordöstlich von Paris, und stellt dort alles selbst her, vom Mischen bis zum Etikett. Wer eine Flasche aufschraubt, riecht zuerst das Aroma und dann erst den Zucker, und genau darum geht es bei dieser Marke.
2013, zwei Pariser und ein brasilianischer Name
Allan Barbosa Ferreira und Maxime David gründeten Bacanha 2013 in der Region Paris, aus einer Familiengeschichte heraus und mit einer klaren Vorstellung davon, was ihnen im Regal fehlte.
Der Name kommt aus dem Brasilianischen. „Bacana" heißt dort so viel wie schön und gut, und aus Brasilien stammt auch der Rohrzucker, der die Grundlage jeder Flasche bildet. Zwei Herkünfte also, die im Namen zusammenkommen, ohne dass es jemand erklären müsste.
Über den Geschmack eine Empfindung auslösen, so Maxime über die Absicht hinter der Marke, und dieser Satz erklärt, warum die Rezepturen so lange gereift sind, bevor sie in den Handel kamen.
Heute arbeitet das Unternehmen als BACANHA MANUFACTURE in einer Werkstatt in Saint-Soupplets. Gemischt, abgefüllt, etikettiert und verpackt wird alles an diesem einen Ort. Das ist keine Romantik, sondern eine Entscheidung, denn wer Aromen dosiert, will die Charge im Blick behalten.
Von Yuzu bis Spekulatius, 25 Sorten bei uns
Über 45 Sorten hat Bacanha im Programm. Wir haben daraus 25 ausgewählt, plus 3 Geschenksets, und dabei auf Vielfalt statt Vollständigkeit geachtet. Jede Flasche fasst 400 ml, die Sorten kosten bis auf eine Ausnahme dasselbe.
Die Zitrusfamilie führt der Bio Yuzu Sirup an, unser meistverkaufter, mit einer Note zwischen Zitrone und Mandarine. Daneben stehen Bergamotte, Limette und Verbene. Bei den Früchten reicht die Reihe von Pfirsich über Passionsfrucht und Litschi bis zur Melone, blumig wird es mit Rose, Holunderblüte und Veilchen.
Eine eigene Familie bilden die Kaffeesirupe. Vanille, Haselnuss, Karamell mit Salz, Cookie und Spekulatius sind alle so gebaut, dass sie Röstaromen ergänzen statt sie zuzudecken. Und für die Hausbar gibt es Orgeat, Grenadine, Mojito und den Bio Ingwer Sirup, aus dem in zwei Minuten ein Moscow Mule wird.
Fünf Sorten arbeiten mit echtem Fruchtsaft statt nur mit Aroma, darunter Limette, Ingwer, Erdbeere und Grenadine. Das schmeckt man an der Säure, und es steht auf dem Etikett.
Vier Sorten sind übrigens keine Bio-Artikel, nämlich Veilchen, Spekulatius, Cookie und Pumpkin Spice. Sie heißen deshalb schlicht Sirop Brut statt Sirop Brut Biologique, und wir kennzeichnen sie auch so. Bei allen anderen findest du die Bio-Kontrollnummer FR-BIO-01 auf dem Etikett.
Zucker aus regenerativem Anbau, Aromen aus Grasse
Der Bio-Rohrzucker kommt aus Brasilien von einem Erzeuger mit Regenerative Organic Certified, einem Standard, der über die üblichen Bio-Anforderungen hinausgeht und den Bodenaufbau mitbewertet.
Die Aromen dagegen entstehen in Grasse im Hinterland der Côte d'Azur, jener Kleinstadt, welche seit dem 16. Jahrhundert als Welthauptstadt der Parfümerie gilt. Extraktion, Destillation, Enfleurage heißen die Verfahren, mit denen dort seit Jahrhunderten Duft aus Blüten, Kräutern, Wurzeln und Früchten gewonnen wird. Dasselbe Handwerk, das Parfum hervorbringt, steckt in diesen Flaschen.
„Die Echtheit der Aromen bewahren und ihren natürlichen Reichtum zeigen", wie Allan und Maxime ihre Arbeit beschreiben, ist als Anspruch leicht gesagt und schwer eingelöst. In der Praxis heißt das vor allem, wenig hineinzutun. Die meisten Sorten kommen mit vier Zutaten aus, und Farbstoffe sucht man vergebens, weshalb der Rosensirup blass bleibt und die Minze das Glas nicht grün färbt.
Drei Namen, die in die Irre führen
Wer sich durch das Sortiment liest, stolpert über drei Sorten, deren Namen etwas anderes versprechen, als drin ist. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern Sprachgeschichte.
Orgeat heißt nach der Gerste. Das französische orge und das lateinische hordeata verweisen auf ein mittelalterliches Gerstenwasser, das als haltbarer Milchersatz diente. Weil es fad schmeckte, gab man Mandeln dazu, und irgendwann ließ man die Gerste weg. Geblieben ist der Name für einen Mandelsirup.
Grenadine kommt von grenade, dem französischen Wort für Granatapfel, hinter dem das lateinische granatum steht. Heute bezeichnet das Wort vor allem eine Farbe und eine Richtung, nämlich rot und beerig. Bei Bacanha stecken Erdbeere, Himbeere und Johannisbeere darin, und zwar als echter Saft.
Und Pumpkin Spice meint die Gewürze für den amerikanischen Kürbiskuchen, nicht den Kürbis. Zimt und Ingwer sind es hier, mehr nicht. Kürbis war noch nie enthalten, bei niemandem.
Sirop Brut, ein selbst erfundener Begriff
Die Bezeichnung Sirop Brut gab es vorher nicht. Bacanha hat sie geprägt, um die eigenen Rezepturen von dem abzugrenzen, was sonst unter Sirup verkauft wird.
Roher Sirup meint dabei die kurze Liste und die Konzentration. Jeder Bacanha Sirup folgt derselben Regel. Alle Sorten halten dieselbe Balance zwischen Säure und Zucker, einen pH-Wert unter 4,5 und rund 60 Grad Brix. Dadurch fallen sie spürbar weniger süß aus als üblich, und du kannst großzügiger dosieren, ohne dass das Glas klebt.
Aus einer Flasche mit 400 ml werden rund 20 Erfrischungsgetränke, aufgegossen mit Leitungswasser. Das ist auch als Rechnung gemeint, denn 20 Einwegflaschen weniger im Haushalt waren von Anfang an Teil der Idee. Die bernsteinfarbenen Flaschen mit Holzstopfen erinnern nicht zufällig an Apothekengefäße, und das schwere Glas hält Licht und Wärme vom Inhalt fern.
Bacanha gehört heute zu La French Fab, dem Netzwerk französischer Produktionsbetriebe. Belastbare Verkostungspreise führt die Manufaktur bislang keine, was bei einer erst 2013 gegründeten Marke wenig überrascht. In Frankreich steht der Bacanha Sirup dafür in vielen Cafés und Bars hinter der Theke, und das ist in dieser Branche die härtere Prüfung.
Womit du anfängst, wenn du Bacanha noch nicht kennst
Ein Bacanha Sirup ist nichts, was man einmal kauft und dann vergisst, dafür ist die Flasche zu schnell leer. Für den Einstieg empfehlen wir die Yuzu. Sie ist unser Bestseller, sie erklärt sich im ersten Schluck, und sie zeigt, was diese Sirupe von anderen unterscheidet.
Wer Kaffee kocht, greift zum Bio Vanille Sirup oder zum Karamell mit Salz, ein Teelöffel in den Milchkaffee genügt. Für den Sommer im Garten ist der Bio Holunderblüten Sirup die sichere Wahl, denn aus ihm wird der Hugo, den jeder kennt. Und wer gern mixt, kommt an Orgeat und Limette nicht vorbei.
Zum Verschenken gibt es die Sorten paarweise, etwa das Geschenkset Yuzu & Ingwer oder das Duo aus Vanille und Haselnuss für Kaffeetrinker. Hat sich eine Sorte als Liebling herausgestellt, bekommst du sie auch im 3er-Gebinde.
Wer lieber italienisch mag, findet bei Alpe Pragas Fruchtsirupe aus Südtirol, und einen Überblick über alles gibt unsere Sirup Auswahl. Probier dich durch.