Gewürze sind das Gedächtnis der Weltküche
In dieser Kategorie findest du rund 120 Gewürze, Pfeffersorten, Mischungen, Currys, Kräuter und echte Vanille von fünf Manufakturen aus Deutschland, Frankreich, Südafrika und Australien. Keine Industrieware mit Rieselhilfen und künstlichen Aromen, sondern Gewürze, die von Hand gemischt, schonend verarbeitet und von uns persönlich ausgewählt werden.
Gewürze kaufen ist Vertrauenssache – denn ob ein Curry nach Reise schmeckt oder nur nach gelbem Pulver, entscheidet sich lange bevor du den Deckel öffnest. Bei nur Gutes findest du seit 2002 Gewürze aus Manufakturen, die wir persönlich kennen: vom Sternekoch aus Klingenberg über vier Freunde aus Koblenz bis zur Gewürzhändlerin aus Kapstadt. Aromatisch, ehrlich, von Hand gemischt.
Vom Pfeffersack zum Gewürzregal
Gewürze waren über Jahrhunderte das kostbarste Handelsgut der Welt – wer mit Pfeffer handelte, galt als wohlhabend und wurde nicht ohne Neid „Pfeffersack" genannt.
Der Spottname der Hanse-Kaufleute lebt heute augenzwinkernd im Namen der Koblenzer Manufaktur Pfeffersack & Soehne weiter. Und ein wenig von diesem alten Zauber steckt noch immer in jeder Dose: Kardamom aus den Bergen Südindiens, Piment aus der Karibik, Vanille aus Madagaskar – Gewürze erzählen von Seewegen, Karawanen und Hafenstädten, lange bevor sie in deiner Küche landen. Wer eine Dose öffnet und die Augen schließt, reist mit der Nase weiter als mancher mit dem Koffer.
Dass Gewürze einst mit Gold aufgewogen wurden, ist dabei keine Legende, sondern Wirtschaftsgeschichte: Pfeffer war im Mittelalter so wertvoll, dass er als Mitgift, Zoll und Zahlungsmittel diente. Ganze Stadtrepubliken wie Venedig bauten ihren Reichtum auf dem Handel mit Nelken, Zimt und Muskat auf – und die Suche nach einem kürzeren Seeweg zu den Gewürzinseln schickte bekanntlich sogar Kolumbus auf große Fahrt.
Heute musst du zum Glück keine Schiffe mehr ausrüsten. Du brauchst nur eine Quelle, der du vertrauen kannst – und genau die möchten wir sein. Seit 2002 probieren, vergleichen und wählen wir in Nordhorn aus, damit in deinem Gewürzregal nur steht, was wirklich schmeckt. Was uns nicht überzeugt, nehmen wir gar nicht erst ins Sortiment – so einfach ist unser Qualitätsversprechen.
Rund 120 Gewürze in sieben Welten
Damit du dich leichter zurechtfindest, haben wir die Kategorie in sieben Welten sortiert – von sortenreinen Einzelgewürzen bis zur süßen Vanille.
Puristen beginnen bei den Einzelgewürzen mit grünem Kardamom, ganzem Kreuzkümmel und dem baskischen Piment d'Espelette AOP. Wer Komposition liebt, stöbert durch die Gewürzmischungen – vom marokkanischen Raz el Hanout über das levantinische Baharat bis zum Toskanischen Pastagewürz. Die Pfeffer-Welt reicht vom kräftigen Tellicherry über den raren roten Kampot aus Kambodscha bis zum zitrusfrischen Timut aus Nepal, die Currys und Masalas führen von Madras über Mumbai bis Kashmir.
Dazu kommen Grillgewürze und BBQ Rubs für den Rost, getrocknete Kräuter aus der Provence und von Mallorca – und für alle, die es süß mögen, echte Vanille und Winterzucker. Ganz vorne in der Gunst unserer Kunden stehen übrigens seit Jahren dieselben drei: das Curry Anapurna, der schwarze Kerala Pfeffer und die griechische Mischung Greek Lemon & Herb.
Eine kleine Kostprobe der Bandbreite gefällig? Da wäre die Frittenwürze, die längst auf weit mehr Tellern als Pommes landet, das Gemüseschmackes für die Ofenbleche dieser Welt, die Mélange Noir für die Pfeffermühle mit Anspruch, das Bouquet garni für den französischen Schmortopf und der Ghost Chilli aus Nagaland für alle, die wissen, worauf sie sich einlassen. Dazwischen liegen gut 100 weitere Dosen, Gläser und Tütchen – jede mit eigener Geschichte.
Allen gemeinsam ist, was du auf den Etiketten nicht findest: keine Rieselhilfen, keine Geschmacksverstärker, keine künstlichen Aromen. Was in der Dose steckt, ist das Gewürz selbst – sonst nichts. Alle sieben Welten folgen damit einem Anspruch: volles Aroma, keine Kompromisse.
Einzelgewürz oder Mischung, eine Frage des Kochtyps
Die wichtigste Unterscheidung beim Gewürze kaufen ist nicht mild oder scharf, sondern: Willst du selbst komponieren oder dich führen lassen?
Einzelgewürze sind die Schule des Würzens – wer Kreuzkümmel, Paprika und Muskat einzeln kennt, würzt mit Absicht statt nach Rezept. Mischungen dagegen sind das Werk erfahrener Gewürzmüller: In einem Raz el Hanout stecken über 20 Zutaten, fein austariert, damit keine die andere übertönt. Was in der Sterneküche jahrelang entwickelt wurde, gelingt so auch am Dienstagabend nach Feierabend – das ist keine Abkürzung, das ist kluge Arbeitsteilung.
Auch die Küche, in der du am liebsten unterwegs bist, gibt eine Richtung vor. Wer italienisch kocht, braucht Oregano, gute Kräuter und einen kräftigen Pfeffer. Wer indisch kocht, beginnt bei Garam Masala, Kurkuma und Kreuzkümmel. Und wer am liebsten grillt, fängt bei den Rubs an. Es gibt keine falsche Tür in diese Welt – nur unterschiedliche Eingänge.
Beides hat seinen Platz, und ehrlich gesagt – in unseren Küchen stehen beide Sorten Dosen dicht an dicht. Unser Tipp, wenn du zum ersten Mal bei uns Gewürze kaufen möchtest: ein guter schwarzer Pfeffer, ein Paprika edelsüß und eine Mischung, die zu deiner Lieblingsküche passt – für Pasta-Liebhaber etwa das Toskanische Pastagewürz, für Freunde der Levante ein Baharat. Von dort wächst das Regal von ganz allein.
Noch eine Beobachtung aus über zwanzig Jahren Fachhandel: Es sind selten die exotischsten Dosen, die leer werden, sondern die ehrlichen Alltagsbegleiter. Ein Salatgewürz, das jede Vinaigrette trägt, ein Curry, das auch ein schnelles Gemüse adelt, ein Pfeffer, der einfach immer passt – fang dort an, wo du täglich kochst, nicht dort, wo das Etikett am weitesten gereist ist.
Fünf Manufakturen, fünf Handschriften
Hinter unseren Gewürzen stehen fünf Manufakturen aus vier Ländern – und hinter jeder ein Gesicht.
Ingo Holland, mit einem Michelin-Stern und 18 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet, gab 2007 sein Restaurant in Klingenberg am Main auf, um sich ganz den Gewürzen zu widmen – die Qualität, die er suchte, war am Markt schlicht nicht zu bekommen. Seit seinem Tod im Juni 2022 führt Sohn Kilian das Alte Gewürzamt mit derselben guten Nase fort. Rund 86 seiner Gewürze führen wir seit 2009 – Sternekoch Alexander Herrmann nennt das Klingenberger Brotgewürz liebevoll das fränkische Pendant zum Curry.
In Koblenz gründeten Tom, Raphael, Stefan und Christian 2011 Pfeffersack & Soehne – aus Ärger über eine überteuerte Vanilleschote, wie sie gern erzählen. Die schwarzen Keramikdosen der vier entstehen in fast 20 Arbeitsschritten in einer Familientöpferei im Westerwald, eigens für die Manufaktur – und die eigenen Standards setzen sie bewusst höher an, als der Gesetzgeber verlangt. Dunkel gelagert, kühl gehalten, gut verschlossen: So bleibt jedes Gewürz lange in Form.
Irene Ivy begann 1994 mit einem Marktstand an der V&A Waterfront in Kapstadt – heute beschäftigt Cape Herb & Spice über 600 Menschen und würzt halb Südafrika. Kapstadt ist dafür der ideale Ort: Hier treffen seit dem 17. Jahrhundert afrikanische, asiatische und europäische Küchen aufeinander, und diese Vielfalt schmeckt man den Mischungen bis heute an.
Dazu kommen Maison Ederki, seit 1942 im französischen Baskenland zuhause und eng mit lokalen Erzeugern verbunden, und Taylor & Colledge aus Australien, wo der Apotheker Edward Taylor schon 1897 begann, Vanille zu extrahieren – die Methode wurde über mehr als 120 Jahre verfeinert. Fünf Handschriften, ein gemeinsamer Nenner: Qualität vor Lautstärke.
Wir mögen es ganz und frisch gemahlen
Ganze Gewürze halten ihr Aroma deutlich länger als gemahlene – darum kaufen wir Pfeffer, Kreuzkümmel und Kardamom am liebsten als ganzes Korn.
Erst kurz vor dem Kochen kommt die Mühle oder der Mörser zum Einsatz, denn je später die Schale gebrochen wird, desto mehr ätherische Öle landen tatsächlich im Essen und desto klarer schmeckst du, was ein gutes Gewürz von einem alten unterscheidet. Kreuzkümmel und Koriander danken es dir, wenn du sie vorher kurz ohne Fett anröstest – der Duft, der dann aufsteigt, ist die halbe Mahlzeit. Eine Prise Geduld, eine Pfanne, ein Mörser: mehr braucht gutes Würzen nicht.
Auch der Zeitpunkt will bedacht sein: Robuste Gewürze wie Lorbeer, Piment und ganze Pfefferkörner dürfen von Anfang an mitschmoren, gemahlene Mischungen und zarte Kräuter kommen besser erst gegen Ende dazu, damit ihre Aromen nicht verkochen. Und Paprika mag es gar nicht, in heißem Fett zu verbrennen – er wird sonst bitter. Kleine Regeln, große Wirkung.
Bei der Lagerung gilt: dunkel, trocken und gut verschlossen, denn Licht und Luft sind die stillen Feinde des Aromas. Ganze Gewürze halten so zwei bis drei Jahre durch, gemahlene verlieren oft schon nach einem Jahr spürbar an Kraft – ein guter Grund, kleine Mengen zu kaufen und sie wirklich zu verbrauchen. Der Platz direkt über dem Herd ist übrigens der schlechteste im ganzen Haus: zu warm, zu feucht, zu hell.
Die Keramikdosen von Pfeffersack & Soehne mit ihrem Korkdeckel machen das Lagern von Haus aus richtig – und sehen dabei so gut aus, dass sie gar nicht erst im Schrank verschwinden müssen. Wer mag, stellt einen schwarzen Pfeffer in der Keramikdose griffbereit in Herdnähe – nur eben nicht direkt über den Dampf. Wer öfter frische Gewürze kaufen muss, weil die alten verblasst sind, lagert vermutlich nur falsch – mit der richtigen Dose hält das Aroma Jahre.
Gewürze schenken heißt Fernweh verschenken
Eine schöne Gewürzdose ist eines der dankbarsten Geschenke für Menschen, die gern kochen – klein, persönlich und garantiert ohne Staubfänger-Risiko.
Wir verschenken gern ein Duo aus einer Reise-Mischung wie dem Raz el Hanout und einem besonderen Pfeffer wie dem roten Kampot – dazu eine handgeschriebene Karte mit dem Lieblingsrezept. Auch schön: der Winterzucker in der Keramikdose, der von November bis Februar kaum aus unserer Küche wegzudenken ist, oder ein Dreierlei aus Curry, Kräutern und Steakpfeffer für den Grillmeister im Haus.
Gerade die schwarzen Keramikdosen aus dem Westerwald haben sich bei uns als Geschenk-Klassiker etabliert – sie sind Verpackung und Geschenk in einem, werden nachgefüllt statt weggeworfen und stehen noch Jahre später in den Küchen unserer Kunden. Nachhaltiger kann ein Mitbringsel kaum sein, und schöner auch nicht.
Und das Schöne: Gewürze kennen keine Saison und doch jede. Im Frühjahr wandern die Kräuter an den ersten Salat, im Sommer regieren die Rubs am Rost, im Herbst schmoren die Currys, und ab dem ersten Advent duftet die Küche nach Vanille, Zimt und Winterzucker. Ein gut sortiertes Gewürzregal ist ein Kalender, den man essen kann.
Mehr Inspiration findest du in der übergeordneten Welt der Saucen und Gewürze – von Senf über Chutneys bis zum Salz. Stöbere durch unsere sieben Gewürzwelten, finde deine Lieblingsdose – und mach dir das Kochen schön!