Trüffel Pralinen Herzschachtel von Sawade als Geschenk zum Jahrestag
Trüffel Pralinen Herzschachtel von Sawade ist eine herzförmige Schachtel mit rosa Deckel, unter dem helle und pinke Trüffelherzen in einem cremefarbenen Bett liegen. Keine Pralinenschachtel im Standardformat und kein Konfekt zum Herumreichen, sondern eine Gabe für zwei, ganz ohne Alkohol.
Trüffel Pralinen Herzschachtel ist die große Liebesgabe von Sawade in Berlin-Reinickendorf, 188 g in einer Schachtel, die selbst die Form eines Herzens hat und deren rosa Deckel nur den Schriftzug des Hauses trägt. Wer sie überreicht, hält sie mit beiden Händen, weil sie sich schlecht nebenbei weiterreichen lässt. Der Deckel geht ab, und darunter liegen die Herzen einzeln in ihren Mulden.
Vanille bleibt rund, Himbeere setzt einen Punkt
Die hellen Herzen führen eine cremige Vanille, welche breit über die Zunge läuft und dort noch eine Weile stehen bleibt.
Butter und gezuckerte Kondensmilch machen diese Füllung so weich, dass ein Herz schon beim ersten Druck der Zunge auseinanderfällt und sich im Mund verteilt, bevor man richtig zugebissen hat. Die pinken Herzen setzen dagegen einen kurzen, fruchtigen Punkt, weil das Himbeermark eine Säure mitbringt, die der weißen Schokolade in den Arm fällt.
Zwischen beiden liegt genau der Unterschied, über den zu zweit gern verhandelt wird. Eine Sorte geht am Ende immer schneller zur Neige als die andere. Rund, kühl, fruchtig – wer die Schachtel offen stehen lässt, greift schneller ein zweites Mal hinein, als ihm lieb ist. Die Herzen sind dabei größer, als sie im geschlossenen Zustand vermuten lassen.
Rote Bete färbt, ohne mitzuschmecken
Weiße Schokolade lässt sich nicht mit jedem Rot einfärben, weil viele Farbträger entweder ausbleichen oder ihren eigenen Geschmack mitbringen.
Sawade nimmt dafür ein Konzentrat aus Roter Bete, das kräftig färbt und im fertigen Herz nicht durchschmeckt. Ein Extrakt aus Holunderbeeren zieht den Ton zusätzlich ins Kühlere. Rote Bete verträgt allerdings weder Hitze noch langes Rühren, weshalb die Farbe erst spät und bei niedriger Temperatur in die Masse geht.
Die Herzen selbst werden in Formen gegossen und nach dem Erkalten herausgelöst, was bei einer Spitze mehr Sorgfalt verlangt als bei einer Kugel. Anschließend legt jemand jedes Stück von Hand in seine Mulde, hell neben pink, damit sich beim Öffnen ein Muster zeigt statt eines Haufens, den niemand als Erster anrühren möchte.
Was das Haus für eine Prinzessin formte
Ein Herz aus Karton ist nicht das erste Formstück, das in diesem Haus für einen Anlass gebaut wurde.
Die Auftragsbücher um 1900 verzeichnen ein großes Osterei mit Blumenschmuck, bestellt für Prinzessin Johanna der Niederlande. Solche Formstücke entstanden damals eigens für einen einzigen Tag. Genau diese Übung steckt noch in der Herzschachtel, denn ein Format, das nur zu einem Datum passt, muss dieses Datum tragen können.
Nach Ladislaus Ziemkiewicz und Georg Hanemann übernahm 1952 Ulrich Spengler das Haus, später führte es sein Sohn Thomas weiter. Seit 2013 steht die Familie Hübel dahinter, rund 75 Menschen arbeiten in der Wittestraße, und an dem bewussten Verzicht auf künstliche Aromen oder Konservierungsstoffe sowie auf Palmöl hat sich seither nichts geändert.
Zu zweit und ohne Eile ist diese Schachtel richtig aufgehoben, am Abend und mit einem Glas Sekt daneben. Ein dunkler Schrank mit 15 bis 18 Grad hält die Herzen glatt und glänzend, in Heizungsnähe verlieren sie ihre Kanten und im Kühlschrank ihren Duft.
Nussspuren lassen sich nicht ausschließen, und das gehört beim Übergeben gesagt. Dieselben Herzen liegen flach und ohne Schachtel in den Trüffel Pralinen Herzen, frühlingshaft und ebenfalls ohne Alkohol wird es mit der Pralinenschachtel Ginster. Passendes für den zweiten Sonntag im Mai steht bei Muttertag, das Berliner Sortiment bei Sawade Berlin. Der leere Deckel landet danach erfahrungsgemäß in einer Schublade und nicht im Papierkorb.