Schokoeier Nussnougat von Sawade mit weichem Haselnussnougat
Schokoeier Nussnougat von Sawade sind gefüllte Ostereier aus Vollmilchschokolade, in deren Kern ein fein gemahlenes Nougat aus gerösteter Haselnuss und Mandel sitzt. Keine hohle Schale zum Auswickeln, sondern ein geschleuderter Hohlkörper, der nach dem Erkalten von Hand gefüllt wurde.
Schokoeier Nussnougat sind gefüllte Ostereier von Sawade in Berlin-Reinickendorf, außen Vollmilchschokolade und innen ein weiches Haselnussnougat mit Mandel darin. Jedes Ei bringt rund 20 g auf die Waage, gewickelt in blaue Folie und gedreht in getupftes Cellophan. Wir bündeln fünf Stück in einem Cellobeutel und drehen hellgrünen Bast zur Schleife darüber, was zusammen 100 g wiegt und ohne weiteres Papier ins Osternest wandert.
Erst bricht die Milch, dann kommt die Nuss
Die Vollmilchhülle ist dünn gehalten, weil ein Ei von 20 g keine dicke Wand verträgt, und gibt darum schon beim ersten Zubeißen nach.
Dahinter liegt das Nougat, weich wie eine Creme und ohne jede Körnung auf der Zunge. Zuerst schmeckst du die Milch der Hülle, dann die geröstete Haselnuss, und ganz zuletzt kommt die Mandel, welche das Ganze rund macht. Milchig, nussig, weich – dieses Ei will niemanden überraschen, sondern allen am Tisch gefallen. Bei Zimmertemperatur zerläuft die Füllung schneller, aus dem kalten Flur heraus bleibt sie dagegen fest und verschlossen.
Wer den Beutel aufdreht, hört zuerst das Cellophan knistern. Dann liegen fünf blaue Eier auf dem Tisch, die zwischen Gelb und Rosa im Nest kaum zu übersehen sind. In weißer Schrift steht auf jeder Folie, was darin steckt, sodass am Frühstückstisch niemand rätseln muss. Für zwei Menschen am Kaffeetisch reichen die fünf Stück, für ein Kind allein sogar über den ganzen Tag.
Wie lange die Haselnuss in der Pfanne bleibt
Nougat ist im Kern geröstete Nuss, mit Zucker vermahlen, und alles Weitere entscheidet sich vorher in der Röstpfanne.
Je langsamer die Haselnuss röstet, desto klarer kommt ihr Duft später durch, und je heißer es im Kessel zugeht, desto schneller kippt sie ins Verbrannte. Sawade führt die Röstung so, dass die Nuss deutlich bleibt und trotzdem nicht kratzt. Gemahlen wird danach so lange, bis auf der Zunge nichts mehr zu spüren ist.
Die Mandel dazu ist der stille Partner in dieser Masse, denn sie drängt kein eigenes Aroma nach vorn, sondern bringt Fett und Cremigkeit mit. Ohne sie würde das Nougat im Mund sandig werden, statt langsam zu zerlaufen. Am Kessel steht dafür ein Mensch, der die Farbe der Nuss im Auge behält, und keine Uhr.
Aus einem Laden Unter den Linden wurden acht
1880 eröffnete Ladislaus Ziemkiewicz sein erstes Geschäft Unter den Linden 19, mitten auf dem Boulevard, den damals ganz Berlin entlangspazierte. Wer dort eine Adresse hatte, stand in der ersten Reihe der Stadt.
Aus diesem einen Laden sind acht Filialen in der Stadt geworden, und 1885 durfte das Haus als Hoflieferant das königliche Wappen führen. Produziert wird seit den 1980er Jahren in der Wittestraße in Reinickendorf. Melanie und Benno Hübel führen die älteste Pralinenmanufaktur Berlins dort seit 2013 mit rund 75 Menschen.
Das Nussnougat-Ei mag Milchkaffee, kalten Kakao und die Hand, welche am Ostermorgen als erste ins Nest greift. Alkohol steckt in dieser Sorte keiner, weshalb sie auch neben den Kinderteller darf. Kühl und dunkel gelagert bleibt die Hülle glänzend, während sie im Kühlschrank Feuchtigkeit anzieht und stumpf anläuft.
Dunkler wird dasselbe Nougat im Nussnougat Zartbitter, knuspriger im Nougat Crisp, und ohne Nougat kommt das Marzipan Ei aus. Alle zwölf Sorten, die bei uns im Cellobeutel liegen, stehen bei Sawade Berlin Ostern. Fünf Eier, zehn Bisse, und der Beutel ist Geschichte.