Eine ganze Schachtel nur für Nussleute
Die Pralinenschachtel Nougat enthält zehn Sawade-Pralinen in fünf Nougat-Sorten, 105 g, ohne Alkohol. Haselnuss und Mandel in allen Zubereitungen, von der Rose bis zur ganzen Nuss, von Hand dekoriert in Berlin.
Diese blaue Schachtel ist eine Auslese für Nussleute: fünf Sorten, jede zweimal, alle auf Basis von geröstetem Haselnuss- oder Mandel-Nougat. Nougat Pralinen leben von der Nuss und nicht vom Zucker, deshalb steht hier nichts anderes im Weg. Ohne Alkohol, 105 g, gefertigt in Berlin-Reinickendorf.
Von der Rose bis zur ganzen Haselnuss
Die Florenzer Rose ist die auffälligste: fein gemahlener Mandel-Nougat, sternförmig zu einer Rose aufdressiert und nur mit der Unterseite in Vollmilchschokolade getaucht. Der Nougat liegt also offen.
Das schmeckt man sofort. Ohne Schokoladenmantel kommt die Nuss ungefiltert, mit einem Schmelz, den nur ein fein gewalzter Nougat hat. Am anderen Ende steht Nougat mit ganzen Nüssen: Haselnuss-Nougat mit ganzen Haselnüssen, geschichtet zwischen Mandel-Nougat, mit Vollmilch und Zartbitter verfeinert.
Dazwischen arbeiten drei Varianten. Nougatkrokant legt ein hausgemachtes Haselnusskrokant-Plättchen auf Mandel-Nougat, das Pistazien-Nougat bringt gemahlene Pistazien und eine ganze Pistazie obenauf, und der Nussbitter-Nougat trägt ein Eichblatt aus Zartbitterschokolade, in Handarbeit aufgesetzt.
Was gutes Nougat ausmacht
Nougat ist Nuss, Zucker und sonst wenig. Die Qualität entscheidet sich beim Rösten und beim Walzen – zu grob gewalzt wirkt die Masse sandig, zu stark geröstet schmeckt sie verbrannt statt nussig.
Sawade walzt seinen Nougat aus frisch gerösteten Haselnüssen fein aus, und das merkt man an der Textur: Sie zergeht, statt zu bröseln. Kein Palmöl, keine chemischen Konservierungsmittel, keine billigen Ersatzstoffe – bei Nougat Pralinen wäre jede Streckung sofort schmeckbar.
Zehn Pralinen auf 105 g ergeben rund 10 g je Stück. Etwas kompakter als in den gemischten Schachteln, was zur Sache passt: Nougat ist dichter als Trüffel, und ein größeres Stück wäre schnell zu viel.
Praktisch sind Nougat Pralinen dafür die robustesten im Sortiment. Sie enthalten weder Sahne noch flüssige Füllung, halten sich entsprechend länger und vertragen den Transport besser als jeder Trüffel – für den Postweg oder die Handtasche das verlässlichere Mitbringsel.
Kühl und dunkel gelagert, zwischen 15 und 18 Grad, bleiben sie wochenlang unverändert. Nur Wärme mögen sie nicht: Nougat hat einen hohen Fettanteil, und der tritt bei Hitze an die Oberfläche.
Blau steht für Nougat
Sawade gibt jeder Auslese ihre Farbe. Blau bedeutet Nougat, rot alkoholfrei, gelb Trüffel, rosa gemischt – im Regal erkennt man die Sorte, bevor man den Deckel öffnet.
Gefertigt wird das alles von erfahrenen Chocolatiers in der Wittestraße in Berlin-Reinickendorf. Butter, Sahne, Edelkakao und Nüsse werden täglich frisch verarbeitet, jede Praline einzeln geformt, gefüllt und garniert. Die älteste Pralinenmanufaktur Berlins ist Sawade seit 1880; 1885 kam das königliche Wappen dazu, seit 2013 führen Melanie und Benno Hübel das Haus.
Auch diese Schachtel hat herausnehmbare Pralinentabletts und trägt Blindenschrift, sodass sich die Sorten ertasten lassen.
Zum schwarzen Kaffee ist Nougat das naheliegende Gegenüber, zu einem kräftigen Tee funktioniert es ebenso. Wer Marzipan lieber mag, findet die Pralinenschachtel Marzipan; wer beides will, greift zur gemischten Pralinenschachtel. Alles Weitere liegt bei Sawade Berlin, mehr Nussiges in der Schokolade.